Wo die Korkeichen in den Himmel wachsen...
Korkeichen mögen es sonnig, trocken und warm. Das ganze Jahr über. Daher sind sie nur in einem schmalen mediterranen Gürtel zu Hause - entlang der Westküsten Portugals, Spaniens und Italiens, der Nordspitze Afrikas und der südeuropäischen Mittelmeerküste.
Das weltweit größte und wichtigste Korkanbauland ist Portugal. Sein Anteil an der durchschnittlichen Weltkorkproduktion beträgt 54 %. Fast ein Drittel der gesamten Landfläche Portugals ist mit Korkeichen bedeckt.
Tradition und Geschichte
Der Korkanbau hat eine lange, jahrhundertealte Tradition. Denn Kork ist keine Entdeckung der Neuzeit. Schon die alten Ägypter und Griechen schätzten Kork als Stopfen für Wein- und Ölflaschen. Verwendet wurde er aber auch für Sandalensohlen, als Schwimmer für Fischernetze und zur Isolierung von Kühlkammern und Hausdächern, etc.
Um das Jahr 1300 gehörte Kork schon zu den wichtigsten portugiesischen Exportgütern. Zu diesem Zeitpunkt existierte bereits ein königlicher Erlass, der die Ernte regelte und die wertvollen Korkeichen vor Raubbau schützte.
Pflege und Qualität
Bis heute unterliegt die Korkernte in vielen Ländern strengen gesetzlichen Regelungen. So wird nicht nur ein wertvoller natürlicher Rohstoff geschützt, sondern auch dessen gleichbleibend hohe Qualität gesichert. Einer der vielen guten Gründe, warum wir den Kork für unsere hochwertigen Böden aus großen, vorwiegend portugiesischen und spanischen Korkplantagen beziehen. Ein weiterer Punkt: Indem auch wir den Korkabsatz sichern, tragen wir zu Erhalt und Pflege einer der ältesten Kulturlandschaften Europas bei. So werden die ausladend üppigen Baumkronen der Korkeichen noch lange in den Himmel wachsen. Und den Betrachter mit ihrer Schönheit bezaubern.
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